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Nykøbing Falster Stadt-Quiz – Historisches Ratespiel

Dieses Quiz führt Sie durch den ältesten Stadtteil Nykøbing Falsters und vermittelt Ihnen Eindrücke von einem Stadtleben, wie es sich bereits seit Jahrhunderten zuträgt. Der Spaziergang dauert etwa eine Stunde.

Bitte wählen Sie eine Antwort per Klick. Sie erfahren umgehend, ob Sie richtig oder falsch liegen und erhalten weitere wissenswerte Informationen.

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Beginnen wir bei der Tourist-Information bzw. dem alten Kaufmannsladen (Den Gamle Købmand) in der Færgestræde, als Nachbar von

1. Czarens Hus (Haus des Zaren) in der Langgade 2

Am 15. Juli 1716 kam Peter der Große nach Nykøbing via Gedser, und die ehrbaren Damen der Stadt wurden zum Schloss gerufen, um für den Zaren ein festliches Mahl zu kochen. Möglicherweise hatte ihm das Essen wenig gemundet, denn am folgenden Tag zog er es vor, in jenem Wirtshaus zu speisen, das seit diesem extraordinären Ereignis Czarens Hus genannt wird. Er bekam Roggenbrot mit Butter, holländischen Käse, Bier, Schnaps und Wein serviert – und war durchaus zufrieden. Aber wo übernachtete der Zar, während er sich in Nykøbing aufhielt?

a.  Auf seinem Schiff, das inzwischen von Gedser nach Nykøbing gesegelt war

b.  Im Schloss, in dem eine Suite bereitstand

c.  Im Wirtshaus, wo er vorzugsweise gespeist hatte

 

Gehen Sie auf der Langgade, der einstigen Hauptstraße der Stadt, weiter. Hier liegt

2. Langgade 18

Dieses Haus ist Inbegriff eines hübschen Handelshaus zu Zeiten der Renaissance und vielleicht das älteste Haus der Stadt; es existierte nachweislich schon im Jahre 1580. Diese Adresse beherbergte im Laufe der Zeit viele vornehme Leute, darunter auch Bürgermeister. Einer der Eigentümer des Hauses hatte ein sehr direktes Verhältnis zu Nykøbings Schloss. Welches?

a.   Er war Schlossvervalter

b.   Er war Schlossmaurer

c.   Er war Schlossbrauer

 

Wenn Sie auf der Langgade weitergehen, kommen Sie zu den ältesten Gassen der Stadt. Auf der rechten Seite, zum Wasser führend, liegt

3. Bastebrostræde

Früher wurden die kleinen Häuser nahe der Küste vorrangig von Leuten mit Bezug zur Fischerei und Seefahrt bewohnt. Diese Arbeit brachte ihnen wenig Geld ein; obendrein mussten sie gelegentlich Zwangsarbeiten verrichten, die sie an der Ausübung ihrer eigentlichen Arbeit gänzlich hinderte. Dabei handelte es sich um

a.  Die Beförderung hochstehender Personen mit dem Schiff zum bzw. vom Nykøbinger Schloss

b.  Das Aufbrechen der Eisdecke während des Winters, um die Fortdauer der Schifffahrt zu gewähren

c.  Das Ausführen von Arbeiten am Schloss – wie z.B. das Ausheben von Gräben.

 

Gegenüber Bastebrostræde liegt die Gasse Store Kirkestræde mit einem pittoresken Handelshaus an der Ecke, bekannt als:

4. Ritmestergården (der Rittmeisterhof)

Ritmestergården ist der Inbegriff eines hübschen Handelshauses aus dem 17. Jahrhundert. Hier wohnten im Laufe der Jahrhunderte Generationen von betuchten Kaufmannsleuten, die mit Heringen, Eisenwaren, Kleidern, usw. handelten. Gelegentlich jedoch – auf Geheiß des Königs – mussten die Kaufleute bestimmte Waren dem Schlosspersonal ausleihen. Zumeist in Verbindung mit großen Festen oder Hochzeiten, etc. – wie beispielsweise als „Der Auserwählte“ Prinz Christian im Jahre 1634 verheiratet werden sollte. Was wollte der König borgen?

a.  Pferde

b.  Schüsseln und Teller

c.  Möbel und Betten

 

An derselben Ecke gehen Langgade und Frisegade ineinander über.

Wenn Sie auf der Frisegade weitergehen, erreichen Sie

5. Lille Kirkestræde

Die Gasse gehört zu den ältesten der Stadt und stammt evtl. schon aus dem 13. Jahrhundert, als an jener Stelle, wo heute die Klosterkirche steht, eine Kapelle errichtet war. Ursprünglich grenzten einige Gärten an die Gasse an. Das gelbe Haus am anderen Ende der Straße – heute Nr. 9-11 – wurde im Jahre 1828 von Kaufmann Bertel Wichmand erbaut. Zu welchem Zweck?

a.  Unterkünfte für Kranke und Arme

b.  Witwenwohnungen

c.  Handwerker-Unterkünfte

 

Die Gasse mündet in die Klosterstræde. Auf der rechten Seite liegt

6. Das Krankenhaus

Helligåndshuset, Haus des Heiligen Geistes, wurde 1532 in Nykøbing Krankenhaus umbenannt, und sicherte sein Fortbestehen dank königlichen Beschluss durch Einnahmen aus verschiedenen Gemeinden, wie u.a. aus Idestrup. Ab 1585 pflegten sieben Angestellte bis zu zwanzig Kranke. Nach 1767 wohnten ausschließlich Frauen im Gebäude, eine Regel, die im Jahre 1834 mit einer neuen Stiftungsurkunde mit konkreter Begründung bestätigt wurde. Weshalb nur Frauen?

a.  Sie konnten leichter Einigung erzielen

b.  Männer konnten nicht saubermachen

c.  Frauen hatten Schwierigkeiten, sich selber zu versorgen

 

Auf der anderen Seite des Kirchplatzes, Kirkepladsen, erhebt sich die imponierende

7. Klosterkirche

Wo Sie u.a. die stattliche Ahnentafel der Königin Sophie betrachten können.

In Dänemark gilt 1536 als das offizielle Jahr der Reformation, doch in Nykøbing war man seiner Zeit voraus, und schon 1532 wurde die Kirche der Stadt als Gemeindekirche übergeben. Das Kloster wurde niedergelegt und die Mönche verließen die Stätte; dem Anschein nach geschah all dies ohne großes Aufsehen,  denn etwaige Berichte über Zwang oder gar Tumult sind nicht überliefert. Stattdessen hinterließen die Mönche etwas anderes, nämlich

a.  Ablassbriefe

b.  Alte Kleidung

c.  Kirchensilber

 

Mit der Kirche zusammengebaut ist

8. das Klostergebäude

Das Gebäude, das jetzt u.a. das Büro der falsterischen Propstei (Falster Provsti) beherbergt, war einmal ein Teil des Klosters. Anschließend wurde es sowohl als Rathaus, Schule und Gefängnis genutzt, ein Umstand, der ganz besondere Probleme mit sich führte, die man wahrscheinlich nicht von anderen Orten her kennt. Welche?

a.  Wegen des Schreiens der Gefangenen konnten die Schüler dem Unterricht kaum folgen

b.  Die Schüler verhalfen den Gefangenen zur Flucht

c.  Die Schüler lernten Diebeskünste von den Gefangenen

 

Von hier aus gehen Sie weiter bis

9. Lilletorv (der kleine Marktplatz)

Dort, wo mehrere Straßen aufeinandertreffen, liegt ein blaues Haus mit verziertem Giebel. Dieses Gebäude war einmal, so meint man, eine Gärtnerwohnung und lag am Rand der Schlossgärten, die sich hinter der Østergågade und der Jernbanegade erstreckten. In den Gärten wuchsen Gemüsesorten, Blumen und viele Bäume, darunter Haine mit Obstbäumen. Doch zeitweise wirkten die Gärten eher vernachlässigt. Worauf war dieser Eindruck zurückzuführen?

a.  Weil der Gärtner aus Westindien stammte und mit der hiesigen Botanik nicht vertraut war

b.  Die Bürger hatten ein Loch in den Zaun geschnitten, so dass ihre Tiere in den Gärten grasen konnten

c.  Die schwedischen Soldaten stahlen Obstbäume, als sie die Stadt während der „schwedischen Kriege“ besetzten.

 

Gehen Sie weiter auf der Østergågade, die einst als Straße armer Leute galt und die Grenze zwischen Stadt und Land war – genauer gesagt: zwischen Stadt und Gärten. Vor Erreichen des Marktplatzes  können Sie den sogenannten „Brodt-way“ entlang blicken, der sich selbstredend am Nykøbinger Theater befindet.

Gehen Sie weiter zum Marktplatz.

10. Torvet (der Marktplatz)

Seit jeher ist der Marktplatz Dreh- und Angelpunkt allen Handelslebens, und wurde – wie derzeit – vielen Umbauten unterzogen. Wo einst Parkplätze angelegt waren oder auch Markthandel herrschte, spielt sich nach wie vor reges Marktleben ab, und wie eh und je ist man von den Öffnungszeiten der Geschäfte abhängig. Wie waren diese wohl um 1900?

a.  8-16 Uhr

b.  Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang

c.  7-20 Uhr

 

Auf der gegenüberliegenden Seite des Marktplatzes erreichen Sie die letzte Gasse – Nobelstræde – auf unserer Wanderung, die Sie zum Gemüsemarkt führt.

11. Grønttorvet

In diesem Viertel wohnte einst Schuster Pomerencke, der tatsächlich Mäuse trainierte – keine weißen Mäuse, sondern ganz gewöhnliche Nager. Hier wohnten außerdem „Hvedebrøds-Dorthe“ (Weissbrot-Dorthe) und nicht zuletzt die Wahrsagerin Madam Liebert, die einen großen Kundenkreis hatte. Damals existierten mehr Gassen als heute zwischen dem Marktplatz und dem Gemüsemarkt, u.a. Lille Torvestræde. Eine Gasse, die im Volksmund ganz anders bezeichnet wurde. Aber wie?

a.  Tobaksstræde (Tabakstraße)

b.  Trommestræde (Trommelstraße)

c.  Kardemommestræde (Kardamom Straße)

Von hier aus gehen Sie entweder nach links zurück zum Marktplatz  zurück zum Marktplatz , bis Sie folgendes Gebäude erreichen

12. Slotsgade 7

In diesem ansehnlichen Gebäude befand sich eine Zeitlang die Lateinschule, die zuvor im Klostergebäude an der Kirche angesiedelt war. Die Schüler gaben sich sehr hochnäsig, und irgendwann kam es zu einem gewaltigen Streit zwischen ihnen und einer anderen Gruppe. Gegenstand des Streites waren die Plätze in der Weinstube beim Postamt – wer war am vornehmsten und hatte das Vorrecht? Mit wem schlugen die Schüler sich?

a.  Mit dem Postmeister

b.  Mit Diener und Lakaien

c.  Mit den Wachen des Schlosses

Zurück Richtung Marktplatz, wo Sie zum Ausgangspunkt zurückkehren.

 

13. Færgestræde

Am Ende der Færgestræde (Fährenstraße) – nomen est omen – lag einmal ein Fährhafen. Bis 1867 transportierten die Fähren Menschen, Tiere und Wagen nach Lolland bzw. von Lolland nach Falster. Das Fährunternehmen gehörte zum Gut Fuglsang und verfügte über drei Fähren unterschiedlicher Größe. Womit wurde deren jeweilige Größe bestimmt?

a.  Elle

b.  Pferde

c.  Wagen

 

Hiermit endet die Führung durch Nykøbings Stadtmitte; wir hoffen, dass der Spaziergang interessant für Sie war und Ihnen Freude bereitet hat.

Sollten Sie sich nun entscheiden, die Slotsgade weiterzugehen, erreichen Sie den Vandmølleplads und noch ein Stück weiter Fars Hat (Vaters Hut), Reste eines Turms und der letzte verbliebene Teil des einst so mächtigen Schlosses.

 

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Research, text and photos: FP Anduin © Historiespor 2019

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